Welt-Bildung

UFO: Suche nach Leben im All – Eine 4-teilige Serie über Außerirdische und Leben auf anderen Planeten

NACHLESE INDEX
- Servus-Magazin

- Abenteuer/Reise
- Allgemeinwissen
- Astronomie/Weltall
- Forschung/Hitech
- Fun Stuff/Verrücktes
- Gesund/Umwelt
- Historisches/Antike
- Hobby/Kochen
- Pflanzen/Tiere
- Politik/Wirtschaft
- Sport/Extremsport
- Testautos/Autotests

- Fotos/Bild-Archiv

Translation

Traduction


- Weltbildung-Weblog
- Coole Surftipps
- Über Welt-Bildung
- FAQs/Leserbriefe
- Home/Startseite


Ufo: Lichter aus anderen Welten

Wenn zu Silvester Feuerwerke in den Himmel steigen, gibt's jedes Jahr Ufo-Alarm. 1995 war ein Rekordjahr der Ufo-Meldungen. Existiert wirklich fremdes Leben im Universum? Und besucht man uns auf der Erde?



Ein Licht aus einer anderen Welt?
Picture by NASA

Es war der 3. Mai 1994 kurz nach 21 Uhr. Leichter Nebel war über der Stadt Salzburg aufgezogen, und der Nonnberg schimmerte gespenstisch im Schein der Straßenbeleuchtung.

Albert Junger und Mag. Gerald Lirk standen an diesem Frühlingsabend auf der Volkssternwarte und beobachteten durch das Fernrohr die Sternbilder "Perseus" und "Andromeda". Kein besonders aufregender Anblick um diese Jahreszeit – bis circa 21.30 Uhr! Da tauchte plötzlich im "Perseus" ein grelles Licht auf, das sich mit großer Geschwindigkeit über den Himmel bewegte. Albert Junger griff sofort zur Kamera, um den "Kometen", für den er das leuchtende Objekt hielt, zu fotografieren.

Junger irrte mit seiner Vermutung...

Noch lange, nachdem der rätselhafte Körper am Himmel verschwunden war, grübelten Experten und Hobbyforscher in ganz Europa. Eine Spiegelung oder ein? Bariumwolke, meinten die Wissenschafter. Außerirdische Besucher, vielleicht ein mahnender Bote des Himmels, spekulierten selbsternannte Ufologen.

Letztlich stellte sich der "glühende Engel" als Titan-Rakete der NASA heraus, die Stunden zuvor von Cape Caneveral gestartet war, um einen Spionagesatelliten in eine Umlaufbahn zu hieven.

Ufos – Raumschiffe außerirdischer Zivilisationen. Von vielen als Erfindung phantasiereicher Träumer belächelt, für andere ein unerklärbarer, aber völlig realer Teil ihres Lebens.

Seit in den 50er Jahren aufgrund der sensationellen Fortschritte bei der Erforschung des Weltraums in den Vereinigten Staaten eine regelrechte Ufo-Hysterie ausbrach, werden Unbekannte Flugobjekte überall auf der Erde regelmäßig gesehen und fotografiert. 1995 wird sogar als Ufo-Rekordjahr in die Geschichte eingehen und jetzt, zu Silvester, wenn Millionen Feuerwerkskörper abgeschossen werden, noch einmal einen Höhepunkt erreichen. Natürlich alles Täuschungen, könnte man sagen. Wann sonst starren so viele Menschen stundenlang angespannt (oft auch ein wenig alkoholisiert) in die Sterne? Aber was ist mit den vielen Personen, die übers Jahr Zeuge unerklärlicher Phänomene am Himmel werden, darunter erfahrene Flugzeugpiloten und seriöse Astronomen?

Es stimmt schon, dass es eine Anzahl ungeklärter Erscheinungen gibt, rätselhafte Objekte auf Fotos, die nicht als Plastikspielzeug oder umgebaute Fahrradklingeln enttarnt werden konnten. Die Wissenschafter stehen hier vor echten Rätseln. Man muss aber auch zugeben, dass es sehr viele natürliche Ursachen für mysteriöse Ufo-Lichter gibt. Angefangen mit Satelliten-Schrott, der in der Atmosphäre verglüht, über Disco-Scheinwerfer-Reflexe an Wolkendecken bis zum Planeten Venus, der manchmal so "günstig" und von der Sonne beleuchtet dasteht, dass er mit freiem Auge als glühende Scheibe zu sehen ist (übrigens das nächste Mal am Abend des 11. Jänner in unmittelbarer Nähe der untergehenden Sonne).

Eine der tollsten Ufo-Erscheinungen dieses Jahrhunderts wurde erst kürzlich als sehr reales, "irdisches Ereignis enttarnt.

Wird oft für ein UFO gehalten: Die Raumstation ISS
Picture by NASA

Am 6. Juli 1947 fand der Farmarbeiter Mac Brazel im Örtchen Roswell im US-Bundesstaat New Mexico auf dem Feld ein paar sonderbar glänzende Metalltrümmer und alarmierte sofort den Dorfsheriff und die örtliche Presse. Er wollte sich die 3000 Dollar Belohnung verdienen, die man damals in den USA auf den Fund einer echten fliegenden Untertasse ausgesetzt haue. Denn schon in den Monaten zuvor waren an vielen Stellen in den Vereinigten Staaten silbrige Scheibe am Himmel gesichtet worden. Sehr verdächtig war auch, dass die amerikanische Luftwaffe sofort mit der Bergung der Wrackteile begann und von da an einen Mantel des Schweigens über die Sache breitete: Streng geheim! Der Ufo-süchtige Teil der Welt war sich damals sicher: Man hatte ein außerirdisches Raumschiff geborgen!

Jetzt, nach Ende der russisch-amerikanischen Eiszeit, kam die enttäuschende Auflösung: Die Amis hatten seinerzeit "top secret" eine ganze Flotte von Ortungsballons mit technischen Messinstrumenten in den Himmel geschickt, die dort jahrelang in zwölf Kilometer Höhe hingen, um auszuspionieren, ob und wann die Sowjets Atombombenversuche machten. Diese Ballons waren leider so groß, dass sie unter bestimmten Wetterverhältnissen vom Boden aus gesehen werden konnten. Der zuständige Projektleiter der Air Force: "Eher hätte man einen Elefanten im Garten verstecken können als diese Dinger an einem wolkenlosen Himmel!" Sehr peinlich war dann natürlich der Vorfall in Roswell als einer dieser "Spionage-Elefanten" auch noch vom Himmel fiel.


< Lesen Sie in Teil II dieser Serie: Besuch von Markarian-315

© Eine Reportage von T. Micke (01-01-96) – Kontakt