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Protuberanzen: Das Sonnen-Feuerwerk geht weiter...


Aufnahme von Sonnenprotuberanzen des Röntgenteleskops SOHO mit Ringfilter
Picture by NASA/SOHO

Einen Eintrag ins "Guinness Buch der Weltrekorde" sicherte sich vor einigen Tagen unsere Sonne. Mit mehr als 2500 Kilometer pro Sekunde feuerte sie die bisher größte gemessene Wasserstoff-Plasmawolke ins All (siehe Bild) und lieferte damit in der Forscher-Fachsprache eine einzigartige Röntgen-Emission der Stärke X28.

Die bisher größten gemessenen Ausbrüche erreichten in etwa nur den Wert X20. Zum Vergleich: Wäre die jüngste Sonnen-Eruption einem Erdbeben bei uns gleichzusetzen, dann müsste man dafür wohl die Richterskala von bisher 12 auf 15 erweitern.

Alle elf Jahre erlebt unsere sonst so zuverlässig und gleichmäßig brennende Licht- und Lebensquelle einen solchen Zyklus, weil sich das Sonnenmagnetfeld verändert und dann wie aus einem Druckventil aufgestaute Gase hinausgeschleudert werden.

Nur 17 Stunden statt der sonst üblichen zwei bis vier Tage brauchten die Teilchenströme, um die Erde zu erreichen. Und gaben damit vor allem Fluglinien nur wenig Zeit zum Reagieren. Denn die unberechenbare, auf die Erde verstärkt einprasselnde Strahlung kann besonders auf Langstrecken-Flügen über den Nordpol eine Belastung für Insassen von Linienjets sein, sodass Maschinen, die etwa von Europa aus Tokio anfliegen, an solchen Tagen vorbeugend eine andere Route wählen sollten.

Derzeit ist es ruhig, weil sich der Rekord-Sonnenfleck von der Erde weggedreht hat. Aber nach Ansicht der Wissenschafter wird das solare Feuerwerk in den nächsten Tagen mit ähnlichen Explosionen weitere spektakuläre Zugaben liefern.


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© Eine Reportage von T. Micke (16-11-03) – Kontakt