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Was soll man davon halten, dass allein bei unseren deutschen Nachbarn derzeit rund 2500 Sekten auf die Apokalypse, das Jüngste Gericht, das Ende der Welt warten, über "Lichtleitern" am Tage X in den Himmel aufsteigen oder vor dem Inferno in einem "göttlichen Ufo" entkommen wollen?
Primar Dr. Werner Schöny, Leiter der Landesnerven-Heilanstalt in Linz: "Die meisten Leute lächeln über diese Art Endzeitstimmung, aber labile Menschen, die gerade unglücklich sind, können durch Sonnenfinsternis und Jahrtausendwechsel für psychische Probleme anfällig sein. Wir rechnen für den Zeitpunkt der Sonnenfinsternis sogar mit einem Anstieg der Selbstmordrate. Der Mensch hat ein Bedürfnis nach letzter Erkenntnis. Der eine findet sie in der Religion, der andere bei solchen ‚Propheten', wie sie derzeit überall vermehrt agieren."
Ein wenig zu "prophetenhaft" muten auch die Prognosen des Wiener Wirtschaftsastrologen (?!) Manfred Zimmel an, der erklärt, die Sonnenfinsternis warne die Menschheit vor einem weltweiten Börsencrash zwischen dem 9. August und Mitte September 1999. Monika Rosen, Wertpapier-Expertin für die "Bank Austria" dazu: "Als letztes Jahr die Russland-Krise ausbrach und die Börsen in den Keller stürzten, hat uns leider keine Sonnenfinsternis gewarnt. Aber ich bin sicher, man kann bei Bedarf für jeden Crash die passende Sternenstellung finden..."
"Ich sehe was, was du nicht siehst", also. – Das Kinderspiel als Neuauflage für Hellseher. Viel Unfug wird da im Umfeld von Finsternis und Jahrtausendwechsel mit der Gutgläubigkeit (und dem Geld) vieler Menschen getrieben. So lässt sich wohl auch erklären, warum ein Test der berühmtesten zehn US-Wahrsager, die mehr als 300 "Prophezeiungen" für die Jahre 1976 bis 1979 ablieferten, in einem peinlichen Fiasko endete: Nur vier der Vorhersagen trafen ein.
Sowohl die ehemalige Sowjetunion als auch die USA hatten allerdings, wie inzwischen bekannt wurde, während des sogenannten "Kalten Krieges" Spezial-Projekte zum Thema "Übersinnliche Wahrnehmung" oder auch "Kontaktaufnahme zu außerirdischen Wesen" laufen, die zumindest aufhorchen lassen: Aus dieser Zeit stammen zum Beispiel die seltsamen Geschichten um die berühmte "Area 51", einem militärischen Sperrgebiet in der Wüste Nevadas, von dem gerade in diesen Tagen wieder gemunkelt wird, der Geheimdienst führe dort Experimente an abgestürzten Ufos durch. Der revolutionäre Tarnkappen-Bomber, den die USA zuletzt im Kosovo-Krieg einsetzten, sei demnach aus Ufo-Resten weiterentwickelt worden.
Bestätigt ist hingegen, dass es in derselben Ara eine eigene Abteilung innerhalb des Spionagedienstes der USA gab, die unzählige Experimente im Bereich der Parapsychologie und der übersinnlichen Wahrnehmung an medial begabten Menschen durchführte, um sogenannte PSI-Spione zu trainieren. Agenten, also, die beispielsweise im Stande gewesen sein sollen, durch Gedankenkonzentration die Absichten und Pläne des Feindes zu lesen oder sogar elektrische Anlagen wie Radarstationen und Satelliten unschädlich zu machen.
Die jahrelange Existenz einer solchen wohl auch mit Kosten verbundenen Abteilung gibt schon ein bisschen zu denken, da man annehmen kann, dass die Amerikaner beim Rüstungswettlauf gegen Russland sehr zielsicher und erfolgsorientiert vorgingen.
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