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Totale Sonnenfinsternis – Die Serie zum Jahrhundertereignis vom August 1999

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Tag X: Der Sonnen entgegen...

Damit heute nichts ins Auge geht, noch ein paar gute Tipps.



Sonnenblume mit Sonnenfinsternis-Schutzbrille
Picture by Kronen Zeitung

Die Picknick-Körbe sind gepackt, die Ausflugsroute in die Zone der totalen Finsternis wurde nach Wetterbericht und Stauwarnungen schon am Vorabend sorgfältig ausgewählt. Jetzt bloß nichts Wichtiges vergessen, damit das Jahrhundertschauspiel auch ein solches wird und nicht mit Enttäuschungen oder womöglich in der Augenklinik endet. Im folgenden eine Checkliste als Hilfe für einen gelungenen Sonnenfinsternis-Ausflug:

  • Die Schutzbrille nicht vergessen!
    Das oberste Gebot: Ohne Schutzbrille kein Blick in die Sonne. Wer's trotzdem tut, muss mit bleibenden Augenschäden rechnen, denn die Wunden auf der Netzhaut verheilen nicht. Beim Blick in die Sonne funktioniert unser Auge wie ein Vergrößerungsglas. Die Sonnenstrahlen werden gebündelt und beschädigen jenen Bereich mit dem wir lesen, als erstes. Wenn Sie keine Schutzbrille mehr bekommen haben, ein letzter Tipp: Schweißerbrillen der "Klasse 14" (und nur diese!), wie man sie in Baumärkten bekommt, bieten ebenfalls guten Schutz.
  • Lieber mehrmals kurz als einmal lang hinsehen
    Die schützende Wirkung der Filterbrille ist noch größer, wenn man die Beobachtungszeit kurz hält.
  • Keine beschädigten Brillen verwenden
    Sind Kratzer, Knicke oder gar Löcher in der Filterfolie, vergessen Sie die Brille. Zur kaputten Folie muss nicht auch noch ein kaputtes Auge kommen.
  • Die Schutzbrille richtig benützen
    Die Schutzbrille ist vor jeder Sonnenbeobachtung aufzusetzen. Während der maximal zweiminütigen totalen Finsternisphase wird man durch die Filterbrille nichts erkennen können, da die Korona, der sagenhafte Strahlenkranz der Sonne, viele tausend Male schwächer leuchtet als die Sonne selbst. Wenn man während der Totalität durch die Schutzbrille nichts mehr sieht, kann man sie abnehmen, beim ersten Anzeichen von direktem Sonnenlicht aber unbedingt wieder aufsetzen.
  • Auf Kinder aufpassen
    Kinder sind durch das grelle Sonnenlicht besonders gefährdet. Lassen Sie Ihre Kinder nicht unbeaufsichtigt die Sonnenfinsternis beobachten: Achten Sie unbedingt darauf, dass die Schutzbrille richtig sitzt. Im Zweifelsfall verzichten Sie lieber auf das Erlebnis. Es ist zwar interessant, aber den Verlust des Augenlichts auf keinen Fall wert. Die Sonnenfinsternis wird vom ORF live und völlig ungefährlich im Fernsehen übertragen.
  • Vitamine können helfen
    Bestimmte Vitamine (A, C und E) stärken nach Meinung vieler Augenärzte die Widerstandskraft des Auges. Ein Meiner Vitamin-Stoß vor und nach dem Ausflug kann bestimmt nicht schaden.
  • Früh genug losfahren
    Wenn Sie in die Finsterniszone wollen, warten Sie nicht bis Mittag. Die totale Sonnenfinsternis spielt sich in Österreich zwischen 12.40 Uhr (Salzburg) und 12.50 Uhr ab (ungarische Grenze). Davor kann man eineinhalb Stunden lang den Mond bei seiner Reise vor die Sonne beobachten.
  • Nicht auf dem Pannenstreifen halten
    Wenn es einen Unfall geben sollte, kann der Notarzt nicht durch. Und ein Menschenleben ist die Finsternis bestimmt nicht wert.
  • Parkplätze benützen
    Nützen Sie die Park- und Rastplätze an den Autobahnen, oder fahren Sie rechtzeitig in eine Ortschaft ab.
  • Brille nicht beim Fahren oder Gehen aufsetzen
    Probieren Sie die Brille einmal vorher aus. Durch die Folie sehen sie nur die grelle Sonne und bestenfalls den Leuchtfaden einer Glühbirne. Auf der Nase eines Autofahrers hat die Brille nichts zu suchen. Sonst droht für Sie tatsächlich noch das vielprophezeite "Ende der Welt".
  • Die Sonnencreme nicht vergessen
    Bei aller Begeisterung für die verdunkelte Sonne sollten Sie nicht vergessen, bei schönem Wetter neben Ihren Augen auch die Haut zu schützen. Das gesamte Spektakel dauert drei Stunden (mit Höhepunkt um ca. 12.45 Uhr). Wenn der Himmel doch noch klar werden sollte, ist ein Sonnenbrand leider allemal drinnen.
  • Vorsicht vor Langfingern
    Sogar dem berühmten Mathematiker Johannes Kepler wurde bei einer Sonnenfinsternis im Jahr 1600 auf dem Marktplatz von Graz der Geldbeutel gestohlen. Man kann es nicht oft genug sagen: Eine Sonnenfinsternis lockt Diebe leider noch mehr an wie eine Zaubervorführung auf dem Stadtfest. Besonders auf offenen Plätzen und im Gedränge sollten Sie also heute auf Kameras, Geldbörsen und Schmuck achten. Und vergessen Sie nicht, Ihr Auto abzusperren.
  • Bei Sehstörungen sofort zum Arzt!
    Sollten nach der Sonnenbeobachtung Sehstörungen auftreten, gehen Sie sofort zum Arzt.


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© Eine Reportage von T. Micke (11-08-99) – Kontakt