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Ski-Trac: Hallen-Skifahren im Schneckenhaus

Wintersport könnte zumindest in Asien wirklich zum Hallenvergnügen werden: Australier haben eine Endlospiste entwickelt, die sogar ohne Skilift auskommt.



So soll die Endlos-Schneckenpiste des Ski-Trac-Dome in China und in Dubai aussehen
Picture by Ski-Trac

Wedeln, Schwingen und Carven bis zum Abwinken: Die Stadt Gimhae in Südkorea dürfte Schauplatz des ersten Schneckenhauses für Ski- und Snowboardfahrer werden. Der Australier Kevin Ferris hat eine Hallenpiste entwickelt, die beinahe endloses Schneevergnügen verspricht und unter anderem auch bei Investoren in China und Dubai auf großes Interesse stößt.

In dem 13 Stockwerke hohen Ski-Trac-Dome befindet sich eine mit einer zwei Meter dicken Schneeschicht bedeckte 2500 Tonnen schwere Scheibe aus flexiblen Metallgliedern mit 175 Meter Durchmesser, die nach dem Magnetschwebe-Prinzip mit bis zu 30 km/h angetrieben werden kann.

Der Wintersportler zahlt zwischen 10 und 20 Euro pro Stunde und hat eine 50 Meter breite Piste zur Verfügung, die sich unter seinen Füßen in einer Endlosspirale nach oben bewegt. Bleibt der Skifahrer stehen, wird er automatisch wie bei einer Rolltreppe wieder in Richtung "Gipfel" befördert, sodass das neue System ohne Skilift und Liftwartezeiten auskommt.

Ski-Trac, das Konzept: Eine 2500 Tonnen schwere Scheibe aus flexiblen Metallgliedern mit 175 Metern Durchmesser
Picture by Ski-Trac

Der Schnee wird bei minus 15 Grad in einem riesigen klimatisch abgeschlossenen Tunnel unter einem stationären Kunst-Gebirge mit Panorama-Restaurants und angrenzender kleiner Buckelpiste mit Snowboard-Funpark produziert und bei Bedarf auf die hier unterirdisch durchlaufende Pistenscheibe aufgetragen. Dadurch ist es möglich, die Innentemperatur des Ski-Trac-Domes für die bis zu 1000 Besucher bei angenehmen acht Grad zu halten, weil nur die Schneedecke immer wieder im Tunnel auf Minusgrade abgekühlt wird.

Bis zu 1000 Besucher haben gleichzeitig im Ski-Trac-Dome für ihren Indoor-Urlaub Platz
Picture by Ski-Trac

Die altbekannten Nachteile des Hallenvergnügens bleiben: Das Bergpanorama muss (wohl zwischen diversen Werbeeinschaltungen) immer noch via Großbild-Leinwände aus den Alpen eingespielt werden. Und der Wintersportler kommt mangels Sonne mit nobler Blässe aus dem Indoor-Urlaub zurück. Aber dafür gibt es im angrenzenden Freizeitzentrum mit Antarktis-Erlebniswelt und Eislaufring auch ein Solarium...


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© Eine Reportage von T. Micke (16-11-03) – Kontakt