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Silvesterkater – Rezepte gegen Kopfweh & Co

Und? Wie werden Sie den Neujahrstag verbringen? Grün wie die Wand, mit Kopfwehpulvern und im Bett? Oder kennen Sie unter dem Namen "Kater" nur die männliche Schmusekatze ihrer Nachbarin, und die heißt nur zufällig Sylvester?



Auch auf Champagner kann ein Silvesterkater folgen
Picture by T. Micke

Kater – "Folge übermä­ßigen Alkoholgenusses" steht im Duden. Warum wir aber ausgerechnet einen "Kater" (also einen weichen, kuscheligen und meist sehr gelenkigen Haustiger) "haben" sollen, wenn wir uns nach einer langen, alkoholgetränkten Nacht besonders elend, kantig und ungelenk fühlen, ist doch reichlich sonderbar.

Im alten Bierbrauer-Fachbuch des Heinrich Knaust aus dem Jahre 1574 könnte die Wurzel dieses Wortes liegen. Dort steht nämlich bei einer sehr g'schmackigen Gerstensaft-Beschreibung: "Sie nennen dieses Bier aber seiner Natur halber Kater. Denn es kratzt wie ein Kater den Menschen, der davon zu viel getrunken hat, des morgens im Kopf." Äußerst treffend formuliert, Herr Knaust.

Nur, was hilft's, dass man in Erfahrung gebracht hat, woher er kommt (der Kater), aber nicht weiß, wie man ihn wieder zum Verschwinden bringt? Nachdem sich die Leute schon in früheren Zeiten zu festlichen und anderen Anlässen betrunken haben, gibt es auch dazu einiges nachzulesen.

Aus Omas Rezeptbuch: Gegen Kopfschmerzen hilft seit jeher Brennnessel-Tee. Bei akuten (!) Beschwerden darf man bis zu acht Tassen am Tag kochen. Bei Magenproblemen noch einen Teelöffel Schwedenbitter (Apotheke) beimengen. Und gegen Kreislaufprobleme hilft Melissen- und Rosmarintee. Ungesüßt zu genießen.

So wie die obigen Rezepte sind auch eine ganze Menge anderer Kater-Tipps in Jürgen Kiels Spezialratgeber "Kater on the Rocks" (Eichborn ­Verlag) nachzulesen.

Harmlos: Mineralwasser, vor dem Schlafengehen und in der Nacht getrunken, löscht den "Brand", und ersetzt gemeinsam mit dem Saft einer Zitrone ver­lorengegangene Vitamine und Mineralstoffe.

Gefährlich: Ein gutes Glas Wodka mit Fleischextrakt mixen, zwei Esslöffel Fruchtsaft, Wasser, Pfeffer hinzugeben. Das Ganze schnell hinunterschütten.

Ebenfalls interessant: Ein Schuss Scotch Whisky, Saft einer halben Limone und ei­ner halben Zitrone, ein Tee­löffel Worcester Sauce, etwas Chilisauce, ein Schuss Tabasco, drei Esslöffel Ma­genbitter.

Originell: Rohes Sauerkraut in rauen Mengen (sehr vitaminreich!)

Klassisch: Bloody Mary – 4 cl Tomatensaft, 2 cl Zitro­nensaft, 2 cl Wodka, eine Prise Salz, ein Spritzer Tabasco, Pfeffer.

Vernünftig: Kein Alkohol! Frische Luft, frischer Oran­gensaft, saurer Hering und alkalihaltige Brausetabletten (natürlich getrennt!).

Tipp des Autors diese Artikels: Vor dem Schlafengehen nach durchzechter Nacht so viel Wasser trinken wie möglich (da Alkohol dem Körper Wasser entzieht und daher auch die Kopfschmerzen kommen), ein Aspirin dazu (vor allem bei Rauchern noch ein Vitamin-C) und ab ins Bett!.

Alles ganz frei nach dem Motto: Was uns nicht umbringt, macht uns nur härter.


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© Eine Reportage von T. Micke (01-01-95) – Kontakt